Zum Auftakt des Kulturellen Themenjahres 2026 der Stadt Halle (Saale) durften wir ein außergewöhnliches Filmprojekt realisieren: Im Auftrag der Stadtwerke Halle produzierten wir einen 360°-Film, der mithilfe einer neuen Generation von Drohnentechnologie umgesetzt wurde und seine Premiere in der Halbkuppel des Planetariums Halle feierte.
Das Themenjahr 2026 widmet sich zentralen Fragen rund um Stadt, Energie, Licht und Leben – Themen, die Halle prägen und zugleich in die Zukunft weisen. Unser Film sollte genau hier ansetzen: als atmosphärischer Einstieg, der nicht erklärt, sondern erlebbar macht. Ziel war es, das Publikum mitten in die Stadt zu versetzen und Halle aus Perspektiven zu zeigen, die im Alltag verborgen bleiben.
Zum Einsatz kam eine speziell für 360°-Aufnahmen entwickelte Drohnentechnik, die es ermöglicht, die Kamera vollständig in der Luft „verschwinden“ zu lassen. Durch die besondere Bauweise und Positionierung der Kameras entstehen echte Rundum-Aufnahmen ohne sichtbare Drohnenelemente im Bild. So entsteht der Eindruck eines frei schwebenden Blicks, der sich nahtlos durch urbane Räume, über Dächer, entlang von Straßen und durch offene Landschaften bewegt.
Auf diese Weise entstand eine visuelle Reise durch prägende Orte der Stadt: von der Burg Giebichenstein über das Riveufer bis zum Hansering, vom Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) über das MMZ bis zu den Stadtwerken selbst. Kontraste zwischen Natur, Stadtentwicklung und Infrastruktur werden ebenso sichtbar wie markante Stadträume. Ergänzt wird diese Perspektive durch kulturelle und historische Wahrzeichen wie die Marktkirche, den Dom, die Pauluskirche und die Moritzburg – Orte, die Halle identitätsstiftend prägen.
Eine besondere Herausforderung stellte die Ausrichtung des Films auf die Projektionsfläche der Planetariumskuppel dar. Ein 360°-Film für eine Halbkuppel erfordert eine völlig andere Bilddramaturgie als klassische Leinwandformate. Bewegungen müssen ruhiger und kontrollierter sein, Übergänge fließend, Blickrichtungen bewusst gesetzt. In der Postproduktion wurden Bildkomposition, Schnittrhythmus und Perspektivwechsel gezielt auf das immersive Seherlebnis abgestimmt, um Orientierung zu gewährleisten und gleichzeitig maximale Tiefe zu erzeugen.
Die Premiere des Films fand im Rahmen der offiziellen Eröffnung des Themenjahres am 23. Januar 2026 im Planetarium statt. Umgeben von der Kuppelprojektion tauchten die Besucherinnen und Besucher vollständig in die Bildwelt ein. Der Film wurde so zu einem emotionalen Auftakt, der Neugier weckt und einen starken visuellen Rahmen für das Themenjahr 2026 setzt.
Für uns war dieses Projekt mehr als eine Filmproduktion. Es war die Möglichkeit, innovative Aufnahmetechnik mit kultureller Relevanz zu verbinden und zu zeigen, wie moderne Bewegtbildformate Stadt, Energie und Lebensräume neu erfahrbar machen können – immersiv, zeitgemäß und nah am Publikum.
Fotos: Manfred Boide






























































